Schriftenreihe

Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft
Die Ergebnisse der KTG-Tagungen sind in Sammelbänden dokumentiert, die in einer eigenen Schriftenreihe erscheinen. Die älteren Publikationen (vor 2003) sind im Buchhandel nicht mehr erhältlich. Hierfür verweisen wir auf den antiquarischen Handel.

Kurt Tucholsky als Briefschreiber. Dokumentation der Tagung in Berlin 2025. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 15. Herausgegeben von der Kurt Tucholsky-Gesellschaft durch Reinhold Lütgemeier-Davin und Bernd Brüntrup. Leipzig, Weißenfels 2026, 122 S.

Kurt Tucholsky war nicht nur ein famoser sturmerprobter politischer Publizist, Journalist und Schriftsteller, ein erfahrener Rhetoriker, ein wortgewaltiger linker Aktivist, zuweilen ein Romancier mit romantischen, frivol-erotischen Anwandlungen, sondern eben auch ein passionierter Briefeschreiber, einer, der aber nicht ausnahmslos darauf bestand, dass persönliche, gar an einen Freund oder eine Geliebte gerichtete Briefe handschriftlich abzufassen seien. Für ihn war es durchaus erlaubt, sich einer Schreibmaschine zu bedienen, „um sein Herz auszuschütten“, denn sie konnte ihm „so vertraut werden wie ein Federhalter“.

Der hier vorliegende Tagungsband untersucht anhand ausgewählter Beispiele Facetten seiner Korrespondenz: Tucholsky als Verfasser von warmherzigen Liebesbriefen und als polternder wie verständnisvoller, in jedem Fall argumentationsstarker Korrespondenzpartner mit weltanschaulichen Kontrahenten.

Eine umfängliche Reflexion über das Briefeschreiben hat Tucholsky zwar nicht geliefert, aber Briefe gehören zu wichtigen Zeugnissen des Lebens und der literarischen Produktion Tucholskys. Sie nehmen einen beachtlichen Teil seines Werkes ein. In der Zeit seiner Emigration nach 1933 konzentrierte er sich erzwungenermaßen nahezu vollständig auf das Schreiben von Briefen, in einer Zeit, in der ihm jede Möglichkeit genommen wurde, in Deutschland zu publizieren, sich durch eigene Veröffentlichungen seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Es bliebe unvollkommen, geradezu ausgeschlossen, Tucholskys Biographie, seine Ideen, seine Gefühle, seine Bewertungen von Zeitereignissen und Persönlichkeiten ohne den Rückgriff auf seine Briefe zu erschließen und zu verstehen.

In manchen seiner Briefe erweist sich Tucholsky wie in seiner Prosa als ein Schalk, als ironisierender Satiriker, als ein ausgeklügelt und gewitzt formulierender Publizist, als Mann, der sich mitunter selbst zu verballhornen verstand, der räsonieren, schimpfen, toben, verurteilen und mit einem Brustton der Überzeugung loben konnte.

Der Band enthält auch die Dokumentation der Redebeiträge zur Verleihung des Kurt-Tucholsky-Preises 2025 an Maryam Aras.

Mit Beiträgen von Reinhold Lütgemeier-Davin, Frank-Burkhard Habel, Hans-Werner am Zehnhoff, Jack Arscott, Robert Färber, Maha El Hissy, Maryam Aras

Titel und Bestellung:
Kurt Tucholsky-Gesellschaft e.V. (Hg.): Kurt Tucholsky als Briefschreiber. Dokumentation der Tagung in Berlin 2025. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 15. Leipzig, Weißenfels 2026, Verlag Ille & Riemer 122 S., 15 Euro, ISBN 978-3-95420-075-7.

Ist Tucholskys Verständnis von Pazifismus heute noch aktuell? Dokumentation der Tagung in Berlin 2023. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 14. Herausgegeben von der Kurt Tucholsky-Gesellschaft durch Reinhold Lütgemeier-Davin und Bernd Brüntrup. Leipzig, Weißenfels 2024, 149 S.

Die Beiträge in diesem Band gehen von antimilitaristischen Positionen Kurt Tucholskys aus und loten einerseits aus literaturwissenschaftlicher Perspektive mehr oder weniger verhalten aus, wie der von uns geschätzte Autor die Kriegs- und Friedensfrage in seiner Zeit grundsätzlich beurteilte – und wie seine Bewunderer heute aktuelle Kriege und Konflikte einschätzen. In weiteren Beiträgen wird andererseits aus historischer, militärstrategischer, politisch-ökonomischer Perspektive unter Berufung auf verschiedenste Quellen belegt, wie Politiker und Militärs keineswegs schlafwandlerisch, sondern scharf kalkulierend von einer Position der Stärke aus Möglichkeiten einer neuen Sicherheitsarchitektur von Washington bis Moskau ausschlugen, wie der eindeutig völkerrechtswidrige Krieg Russlands gegen die Ukraine entstehen konnte, aber auch, dass er in einer Situation des menschenverzehrenden Abnutzungs- und Stellungskrieges mit diplomatischen Mitteln beendet werden müsste.

Der Band wird abgeschlossen mit den Reden, die anlässlich der Verleihung des Kurt-Tucholsky-Preises für literarische Publizistik an Alexander Estis im „Theater im Palais“ (Berlin-Mitte) gehalten wurden.

Mit Beiträgen von Susanna Böhme-Kuby, Ian King, Jürgen Rose, Ingar Solty, Wolfram Wette; den Reden von Alexander Estis, Rebekka Kricheldorf und Frank-Burkhard Habel, herausgegeben von Bernd Brüntrup und Reinhold Lütgemeier-Davin.

Titel und Bestellung:
Kurt Tucholsky-Gesellschaft e.V. (Hg.): Ist Tucholskys Verständnis von Pazifismus heute noch aktuell? Dokumentation der Tagung in Berlin 2023. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 14. Leipzig, Weißenfels 2019, Verlag Ille & Riemer 149 S., 15 Euro, ISBN 978-3-95420-063-4.

Nationalismus, Patriotismus, Heimatliebe bei Kurt Tucholsky und Kurt Hiller. Dokumentation der Tagung in Berlin 2021. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 13. Herausgegeben von der Kurt Tucholsky-Gesellschaft und der Kurt Hiller Gesellschaft durch Ian King und Reinhold Lütgemeier-Davin. Leipzig, Weißenfels 2022, 170 S.

Ein Tagungsband über Gemeinsamkeiten und Trennendes zweier prägender Autoren der Weltbühne. Diese Zeitschrift, ein Forum der intellektuellen, bürgerlichen Linken, war geistige Heimat für Kurt Tucholsky und Kurt Hiller. Beide: aus einer Alterskohorte, Berliner aus wohlhabendem, assimiliertem jüdischem Elternhaus, promovierte Juristen, innovative Publizisten, radikale Pazifisten; damit auch politische Außenseiter – in dieser Funktion löckten sie gegen Reaktion, Antiliberalismus, Militarismus, dumpfen Patriotismus, nationalistische Scheuklappen, geistige Verflachung. Ihre Sachkameradschaft mündete nicht in eine Freundschaft. Beide lebten in unterschiedlichen Räumen, mit unterschiedlichen privaten Interessen und Vorlieben, verfolgten aber die Veröffentlichungen des jeweils anderen in gegenseitiger Wertschätzung.
Der Band zeichnet ihre beiden Lebenswege kontrastiv nach. Vordringlich aber analysiert er, wie sie zu den Begriffen Heimat, Patriotismus, Nationalsinn standen, zu Begriffen, die gemeinhin von der politischen Rechten okkupiert waren. Für sie schlossen sich die Verbundenheit mit der Heimat, daraus erwachsener Patriotismus und ein Nationalgefühl, von der Aggressivität des Nationalismus gereinigt und ergänzt durch eine internationalistische Ausrichtung, nicht aus. Die Frage nach der Heimat, nach (weiblicher) Verortung treibt auch die Autorin und Kolumnistin um, der der Kurt Tucholsky-Preis 2021 verliehen wurde. Nach Daniela Dahn und Margarete Stokowski ist Mely Kiyak erst die dritte Frau, die den Preis erhielt. Ihre Dankesrede wird in diesem Band ebenso dokumentiert wie die Laudatio von Max Uthoff.
Mit Beiträgen von Dr. Ian King, Dr. Reinhold Lütgemeier-Davin, Hans-Jürgen Bollig, Robert Färber, Dr. Harald Lützenkirchen und Dr. Daniel Münzner.

Titel und Bestellung:
Kurt Tucholsky-Gesellschaft e.V. (Hg.): Nationalismus, Patriotismus, Heimatliebe bei Kurt Tucholsky und Kurt Hiller. Dokumentation der Tagung in Berlin 2021. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 13. Leipzig, Weißenfels 2019, Verlag Ille & Riemer 170 S., 15 Euro, ISBN 978-3-95420-051-1.

Schreiben und die Welt bewegen? Engagierte Autoren – eine kurze Bilanz. Dokumentation der Tagung in Berlin 2019. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 12. Herausgegeben von der Kurt Tucholsky-Gesellschaft durch Ian King. Leipzig, Weißenfels 2022, 140 S.

Was können politisch engagierte Schriftsteller*innen erreichen? So lautete im Herbst 2019 das Rahmenthema der Tagung der Kurt Tucholsky-Gesellschaft. Die dabei behandelten Autoren stellten sich alle gegen ihre Zeit und sagten mit Kurt Tucholsky laut: Nein.

Die Wenigsten genossen dabei einen direkten, messbaren Erfolg. Emile Zola entlarvte den französischen Antisemitismus im Justizskandal um Alfred Dreyfus. Rolf Hochhuths Kampf gegen den furchtbaren Marinerichter Hans Filbinger führte zu dessen Rücktritt als Baden-Württembergischer Ministerpräsident. Die Hauptgestalten der Bayerischen „Literatenrepublik“ von 1919 hingegen – von Kurt Eisner und Gustav Landauer bis Ernst Toller und Erich Mühsam – wurden entweder von rechtsextremistischen Offizieren ermordet oder eingekerkert. Günter Grass setzte sich für die Sozialdemokratische Wählerinitiative ein und kritisierte die deutsche Vereinigung, Heinrich Böll griff den mächtigen Springer-Verlag an. Vaclav Havels Karriere in der Tschechoslowakei kannte Tiefen und Höhen bis zur Präsidentschaft des Landes. Zuletzt befasste sich Dr. Roman Widder von der gastgebenden Humboldt-Universität mit der Frage, ob es auch heute engagierte Autoren gibt und wie sich dieses Engagement im Einzelnen ausdrückt. Alles hier nachzulesen.

Ebenfalls dokumentiert ist die Dankesrede der neuen Trägerin des Kurt- Tucholsky-Preises für literarische Publizistik, der 2019 an die Spiegel- Kolumnistin Margarete Stokowski verliehen wurde. Mit Beiträgen von Dr. Ian King, Prof. Dr. Stuart Parkes, Dr. Jan Capek, Heidi Beutin, Dr. Roman Widder und Margarete Stokowski.

Titel und Bestellung:
Kurt Tucholsky-Gesellschaft e.V. (Hg.): Schreiben und die Welt bewegen? Engagierte Autoren – eine kurze Bilanz. Dokumentation der Tagung in Berlin 2019. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 12. Leipzig, Weißenfels 2020, Verlag Ille & Riemer 140 S., 15 Euro, ISBN 978-3-95420-042-9.

›Ein bunt angestrichnes Irrenhaus‹
band11coverTucholsky, die Weltbühne und Europa. Dokumentation der Tagung in Berlin 2017 Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 11. Herausgegeben von der Kurt Tucholsky-Gesellschaft durch Ian King. Leipzig, Weißenfels 2019, 250 S.
Tucholsky und Europa: Erstaunlicherweise war dieses Thema bisher von den Tagungen der Kurt Tucholsky-Gesellschaft unbearbeitet geblieben. Gleichwohl wurde es mit der Zeit immer relevanter. Euro-Krise, Flüchtlings­krise, Russlandkrise, Brexit-Krise: EU und Kontinent waren und bleiben in den Schlagzeilen.
Da liegt es nahe, die Europa-Stellungnahmen von Tucholsky und Zeitgenossen wie Richard von Coudenhove-Ka­lergi und Emil Ludwig genauer unter die Lupe zu nehmen sowie die Entwicklungen nach dem Zweiten Weltkrieg und die aktuelle Lage kritisch zu betrachten. Das nahm die Berliner Herbsttagung 2017 der Kurt Tucholsky-Gesellschaft in Angriff.
Dieser Band dokumentiert zudem die Verleihung des Kurt-Tucholsky-Preises für literarische Publizistik an Sönke Iwersen.
Mit Beiträgen von Ian King, Sebastian Rojek, Julia Meyer, Wolfgang Beutin, Thomas F. Schneider, Stuart Parkes, Heike Wieters, Thomas Tuma und Sönke Iwersen.

Titel und Bestellung:
Kurt Tucholsky-Gesellschaft e.V. (Hg.): ›Ein bunt angestrichnes Irrenhaus‹ Tucholsky, die Weltbühne und Europa. Dokumentation der Tagung in Berlin 2017. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 11. Leipzig, Weißenfels 2019, Verlag Ille & Riemer 250 S., 15 Euro, ISBN 978-3-95420-035-1. PDF-Ausgabe unter CC BY-SA 3.0

Bester Preisträger wo gibtBester Preisträger wo gibt
Bester Preisträger wo gibt. Die Verleihung des Kurt Tucholsky-Preises an Deniz Yücel 2011. Solidaritätsausgabe. Mit aktuellen Beiträgen u.a. von Heribert Prantl, Daniela Dahn, Wolfgang Büscher, Mario Kaiser, Ulf Poschardt, Deniz Yücel und Texten von Kurt Tucholsky zu Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und politischer Justiz. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Sonderband. Herausgegeben von der Kurt Tucholsky-Gesellschaft.

»Vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße« / »Z przodu Bałtyk, z tyłu Friedrichstraße«
Cover Tagungsband 2016Tucholsky, die Ostsee und Polen Dokumentation der Tagung in Szczecin 2016 / Tucholsky, Bałtyk i Polska Tom dokumentujący konferencję w Szczecinie w 2016 r. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 10. Herausgegeben von der Kurt Tucholsky-Gesellschaft durch Ian King, Dorota Sośnicka und Bartosz Wójcik. Leipzig, Weißenfels 2017, 232 S.

Dieser Band dokumentiert die Jahrestagung der Kurt Tucholsky-Gesellschaft 2016, die sich – wie in geraden Jahren üblich – der biographischen Spurensuche widmete. In der damals pommerschen Metropole Stettin hat die Familie Tucholsky zwischen 1893 und 1899 gelebt.
Die Tagung, ausgerichtet in Zusammenarbeit mit dem Germanistischen Institut der Universität Szczecin, widmete sich neben der Kinderzeit Tucholskys, die er im damaligen Stettin verbrachte, auch seiner problematischen Mitarbeit am deutschen Propagandablatt »Pieron«, mit dem im Vorfeld der Volksabstimmung 1921 für den Verbleib Oberschlesiens in Deutschland »geworben« wurde und schlug einen Bogen zur Gegenwart des heutigen deutsch-polnischen Zusammenlebens.
Die Beiträge werden auf Deutsch und Polnisch wiedergegeben, um Interessierten aus beiden Sprachräumen die Möglichkeit zu geben, einen Einblick in Leben und Werk Kurt Tucholskys zu gewinnen und zu weiteren grenzüberschreitenden Forschungen und Entdeckungen einzuladen.
Titel und Bestellung:
Kurt Tucholsky-Gesellschaft e.V. (Hg.): »Vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße« / »Z przodu Bałtyk, z tyłu Friedrichstraße«. Tucholsky, die Ostsee und Polen Dokumentation der Tagung in Szczecin 2016 / Tucholsky, Bałtyk i Polska Tom dokumentujący konferencję w Szczecinie w 2016 r. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 10. Leipzig, Weißenfels 2017, Verlag Ille & Riemer. Leipzig, Weißenfels 2017, 232 S., 15 Euro, ISBN 978-3-95420-027-6.

›Verirrte Bürger‹?
Tucho und der WeltbühnekreisKurt Tucholsky und der Weltbühne-Kreis zwischen Bürgertum und Arbeiterbewegung. Dokumentation der Jahrestagung 2015 Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 9. Herausgegeben von der Kurt Tucholsky-Gesellschaft durch Ian King. Leipzig, Weißenfels 2016, 194 S.
Ein »verirrter Bürger« – das Thomas-Mann-Zitat über den Möchtegern-Künstler Tonio Kröger kann mit leicht veränderter Begründung auch auf die meisten Autoren der linksdemokratischen Wochenschrift DIE WELTBÜHNE angewandt werden. Sie waren größtenteils bürgerlicher Herkunft, hatten studiert – der Kleinbürgersohn Carl von Ossietzky, der in ärmlichen Verhältnissen in Hamburg aufwuchs, war die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Dafür brachen auch gutverdienende Schriftsteller aus wohlhabenden Hause, wie etwa Kurt Tucholsky oder Kurt Hiller, zumindest von den politischen Ideen her mit ihren Elternhäusern und Hintergründen, suchten wie auch Ossietzky nach einem Bündnis mit dem von ihnen durch seine Lebensweise getrennten Industrieproletariat: eine Hoffnung, die sich bald zerschlug.
Das Thema der Weimarer Linksintellektuellen zwischen Herkunft und politischer Neigung ist schon einmal Gegenstand einer eindrucksvollen literarischen Ausstellung gewesen. Als Thema für die Kurt Tucholsky-Gesellschaft und deren zweijährlichen wissenschaftlichen Berlin-Tagung stellte es allerdings Neuland dar.
Ebenfalls dokumentiert sind Laudatio und Dankesrede des Kurt-Tucholsky-Preises für literarische Publizistik, der im Jahr 2015 an den Heine-Forscher und Theaterkritiker Prof. Dr. Jochanan Trilse-Finkelstein verliehen wurde.
Mit Beiträgen von Juliane Leitert, Dr. Ian King, Frank-Burkhard Habel, Prof. Dr. Dieter Mayer, Prof. Dr. Werner Boldt, Prof. Dr. Wolfgang Beutin, Prof. Dr. Heribert Prantl, Dr. Wolfgang Helfritsch und Prof. Dr. Jochanan Trilse-Finkelstein.

Titel und Bestellung:
Kurt Tucholsky-Gesellschaft e.V. (Hg.): ›Verirrte Bürger‹?  Kurt Tucholsky und der Weltbühne-Kreis zwischen Bürgertum und Arbeiterbewegung. Dokumentation der Jahrestagung 2015 Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 9. Leipzig, Weißenfels 2016, Verlag Ille & Riemer. Leipzig, Weißenfels 2016, 194 S., 15 Euro, ISBN 978-3-95420-019-1. Die eBook-Ausgabe ist kostenfrei zu erhalten: als Kindle-Version oder als ePub oder als PDF.

Schriftsteller und Revolution.
Cover Schriftsteller und RevolutionDokumentation der Jubliläumstagung 2013. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 8. Herausgegeben von der Kurt Tucholsky-Gesellschaft durch Ian King und Steffen Ille. St. Ingbert 2015, 255 S.
Im 25. Jahr ihres Bestehens lud die Kurt Tucholsky-Gesellschaft nach Berlin, um dem Verhältnis zwischen Schriftstellern und der Revolution in verschiedenen Zeiten nachzuspüren. Dieser Band dokumentiert die vielfältigen Beiträge zur Jubiläumstagung.
Untersucht wird unter anderem, welchen Einfluss Schriftsteller überhaupt auf die gesellschaftliche Wirklichkeit haben, ob und inwieweit Tucholsky selbst als Revolutionär gelten kann und darf und welche sprachlichen Mittel er verwandte, um sich für eine demokratische Gesellschaft einzusetzen. Es wird beleuchtet, inwieweit die militaristische Gedankenwelt (der »Schwertglaube«) die öffentliche Meinung der Folgejahre beherrschte, warum »Revolution« für die Schriftsteller der jungen BRD kein Thema war und wie engagierte Literatur in der DDR entstand und sich zu behaupten suchte.
Und natürlich durfte auch ein Blick auf Zeitgenossen nicht fehlen, die möglicherweise der revolutionären Idee näher standen als Tucholsky selbst: Erich Mühsam und Kurt Hiller werden in ihrem Wirken beleuchtet. Die Kritik am Militär war stets ein zentrales Thema in Tucholskys Schriften und so wird zum Abschluss der Frage nachgegangen, ob im Konzept der »Inneren Führung« revolutionäre Ideen zur Militärreform verwirklicht wurden.
Neben den wissenschaftlichen Beiträgen zur Tagung dokumentiert der Band zudem noch die Verleihung des Kurt Tucholsky-Preises für literarische Publizistik an den Journalisten Mario Kaiser. Mit Beiträgen von Daniela Dahn, Wolfram Wette, Ian King, Dieter Mayer, Wolfgang Beutin, Dieter Schiller, Stuart Parkes, Leonore Krenzlin, Jürgen Rose, Gabi Biesinger und Mario Kaiser.

Titel und Bestellung:
Kurt Tucholsky-Gesellschaft e.V. (Hg.): Schriftsteller und Revolution. Dokumentation der Jubliläumstagung 2013. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 8. St. Ingbert 2015, Röhrig-Universitätsverlag. St. Ingbert 2015, 255 S., 32 Euro, ISBN 978-3-86110-583-1


Cover 25 Jahre KTG25 Jahre Kurt Tucholsky-Gesellschaft 1988-2013. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 7. Herausgegeben von der Kurt Tucholsky-Gesellschaft durch Renate Bökenkamp und Ian King unter Mitwirkung von Bernd Brüntrup. St. Ingbert 2014, 138 S.
Kurt Tucholsky (1890-1935): Publizist, Satiriker, Polemiker, Lyriker, Kabarett- und Schlagertexter, Autor von Kurzgeschichten und Rezensionen, Sprachkritiker, Humorist, Kämpfer gegen Militär, Krieg und Faschismus. Genügend Ursachen, 1988 zu seinen Ehren eine literarische Gesellschaft zu gründen. Seither erinnert die Kurt Tucholsky-Gesellschaft an sein 3.200 Artikel umfassendes Werk, organisiert abwechselnd wissenschaftliche Tagungen in Berlin sowie »Kuscheltagungen zur Spurensuche« an wichtigen Orten für seine Karriere. Seit 1995 vergibt die Gesellschaft alle zwei Jahre den Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik an Autoren, die im Geist des Meisters schreiben. In diesem Band erzählen Kenner vom ersten Vierteljahrhundert der KTG-Geschichte. Gründungsanekdoten, Tagungen, unveröffentlichte Vortragstexte, Preisträger, Rück- und Ausblicke. Dieser Band behandelt 25 erlebnisreiche Jahre. Und den noch heute aktuellen Kurt Tucholsky. Mit Beiträgen von Renate Bökenkamp, Frank-Burkhard Habel, Wolfgang Helfritsch, Ian King, Roland Links und Fabian Wolf.

Titel und Bestellung:
Kurt Tucholsky-Gesellschaft e.V. (Hg.): 25 Jahre Kurt Tucholsky-Gesellschaft 1988-2013. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 7. St. Ingbert 2014, Röhrig-Universitätsverlag. St. Ingbert 2014, 136 S., 19 Euro, ISBN 978-3-86110-566-4


Cover Tucholsky und SpracheTucholsky und die Sprache – Dokumentation der Tagung 2011 »Sprache ist eine Waffe«. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 6. Hrsg. von Friedhelm Greis und Ian King. St. Ingbert 2012, 187 S.
Kurt Tucholsky war sich der Bedeutung der Sprache für seinen Erfolg wohl bewusst: »Ich bin ein Schriftsteller und wie ich meins sage, ist oft besser als das, was ich sage.« Er war ein leidenschaftlicher Sprachkritiker und -beobachter. Denn die Sprache war Tucholskys wichtigstes Werkzeug, ja seine Waffe. So lautet denn auch der Titel der Tagung, die in diesem Band dokumentiert ist.
Untersucht wird unter anderem, wann und wie Tucholsky Gebrauch vom respektlosen Berliner Dialekt machte und wie sich die Sprache der Presse von der Weimarer Republik bis heute entwickelte. In welcher Situation sich die Lyrik zu Beginn des 20. Jahrhunderts befand und wie Tucholsky auf deren neue Formen einging, ist ebenfalls Gegenstand der Analyse. Auch werden gemeinsame literarische Vorgänger zwischen Tucholsky und dem Dramatiker Heinar Kipphardt sowie ähnliche Techniken beider Schriftsteller erarbeitet. Neben einem Forschungsbericht dokumentiert der Band zudem noch die Verleihung des Tucholsky-Preises 2011 an den Journalisten Deniz Yücel. Mit Beiträgen von Sven Hanuschek, Dieter Mayer, Walter Fähnders, Jan Eik, Paul-Josef Raue, Alexandra Brach, Ian King, Jan Feddersen und Deniz Yücel.

Titel und Bestellung:
Greis, Friedhelm; King, Ian (Hg.): Tucholsky und die Sprache – Dokumentation der Tagung 2011 »Sprache ist eine Waffe«. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 6. St. Ingbert 2012, Röhrig-Universitätsverlag. St. Ingbert 2010, 187 S., 24 Euro, ISBN 978-3-86110-502-2


Cover Küsst die FaschistenMit der Schreibmaschine gegen die Katastrophe – Literarische Publizistik wider den Nationalsozialismus. Dokumentation der Tagung 2009 »Küsst die Faschisten, wo ihr sie trefft!«. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 5. Hrsg. von Friedhelm Greis und Ian King. St. Ingbert 2010, 200 S.
»Ein kleiner dicker Berliner wollte mit der Schreibmaschine eine Katastrophe aufhalten.« So charakterisierte Erich Kästner nach dem Zweiten Weltkrieg seinen einsam im Exil gestorbenen Weltbühne-Kollegen Kurt Tucholsky. Doch nicht nur dieser schrieb in der Weimarer Republik gegen den Faschismus an. Zu den linken Publizisten, deren Kampf gegen den Aufstieg Hitlers und der Nationalsozialisten in diesem Band beschrieben wird, gehörten auch Carl von Ossietzky, Kurt Hiller, Erich Mühsam und Friedrich Wolf. Neben Tucholsky haben Ossietzky und Mühsam das Ende der Katastrophe, die am 30. Januar 1933 ihren Anfang nahm, ebenfalls nicht mehr erlebt.
Über die Einzelporträts hinaus werden drei Streitschriften vorgestellt, die zu Beginn der dreißiger Jahre die Nazi-Bewegung untersuchten und vor dem Sieg des Faschismus warnten. Dass die linke Publizistik in dieser Epoche alles andere als geeint dem gemeinsamen Feind gegenüberstand, ist ebenfalls Gegenstand der Analyse.
Mit Beiträgen von Kurt Pätzold, Ian King, Walter Fähnders, Dieter Schiller,  Roland Links, Friedhelm Greis, Wolfgang Beutin, Günther Bruns, Hermann Haarmann.
Titel und Bestellung:
Greis, Friedhelm; King, Ian (Hg.): Mit der Schreibmaschine gegen die Katastrophe – Literarische Publizistik wider den Nationalsozialismus. Dokumentation der Tagung 2009 »Küsst die Faschisten, wo ihr sie trefft!«. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 5. Röhrig-Universitätsverlag. St. Ingbert 2010, 200 S., 24 Euro, ISBN 978-3-86110-480-3.
PORTOFREI bestellen bei
Order at
*


Cover Der Antimilitarist und Pazifist TucholskyDer Antimilitarist und Pazifist Tucholsky. Dokumentation der Tagung 2007 „Der Krieg ist aber unter allen Umständen tief unsittlich“. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 4. Hrsg. von Friedhelm Greis und Ian King. St. Ingbert 2008, 244 S.
Kurt Tucholsky war zu Lebzeiten einer der gefürchtetsten Militärkritiker und engagiertesten Kämpfer für den Frieden. Noch heute schreiben sich Kriegsgegner sein Diktum »Soldaten sind Mörder« auf die Transparente. Seine Positionen sind und bleiben eine Mahnung für den Einsatz um Frieden und Völkerverständigung.
Die Autoren analysieren in dem Sammelband, wie sich Tucholsky während und nach dem Ersten Weltkrieg zum radikalen Pazifisten entwickelte und wie er in der Weimarer Republik versuchte, seine Überzeugungen durch Aktionen und Texte zu vermitteln. Da Tucholsky ab 1924 in Frankreich lebte, wird aufgezeigt, wie er sich zum dortigen literarischen Pazifismus verhielt. Ergänzt werden die Beiträge zu Tucholsky durch Aufsätze, die den Militarismus in der Weimarer Republik sowie die Entwicklung des Romanautors Erich Maria Remarque zu einem »militanten Pazifisten« untersuchen. Über die Aktualität von Tucholskys Positionen diskutieren abschließend Vertreter von Politik, Friedensorganisation und Bundeswehr.
Mit Beiträgen von Wolfram Wette, Ian King, Reinhold Lütgemeier-Davin, Dieter Mayer, Olaf Müller, Tilman Westphalen, Frank-Burkhard Habel, Dagmar Stehring, Ursula Blanke-Kießling, Daniel Wirsching.
Über die Aktualität von Tucholskys pazifistischen Positionen diskutieren Helmut Kramer, Gesine Lötzsch, Jürgen Rose, Uwe Ziesak, Eckart Spoo: Zur Aktualität Tucholskys pazifistischer Positionen
Titel und Bestellung:
Greis, Friedhelm; King, Ian (Hg.): Der Antimilitarist und Pazifist Tucholsky. Dokumentation der Tagung 2007 „Der Krieg ist aber unter allen Umständen tief unsittlich“. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 4. Röhrig-Universitätsverlag. St. Ingbert 2008, 244 S., 28 Euro, ISBN 978-3-86110-447-6.
PORTOFREI bestellen bei
Order at
*


Cover Tucholsky und die MedienTucholsky und die Medien. Dokumentation der Tagung 2005 „Wir leben in einer merkwürdigen Zeitung“. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 3. Hrsg. von Friedhelm Greis und Ian King. St. Ingbert 2006, 163 S.
Mit mehr als 3000 Artikeln in über 250 Medien gehörte Kurt Tucholsky zu den produktivsten Journalisten seiner Zeit. Er war ein „Medienmensch“ durch und durch, denn seiner schriftstellerischen Produktion stand ein ungeheurer Konsum an Zeitungen und Zeitschriften, Büchern und Bühnenwerken gegenüber.
Die Autoren des Sammelbandes beschränken sich nicht darauf, das Verhältnis Tucholskys zur Presse zu betrachten. Einzelne Aufsätze beleuchten, auf welch kritische Weise er sich mit dem neuen Medium Film auseinandersetzte und wie er versuchte, Text und Bild wirkungsvoll miteinander in Verbindung zu bringen. Wie intensiv sich Tucholsky mit der Musik beschäftigte und welche Aufnahmen er in seinem Plattenschrank hortete, gehört ebenfalls zu den Themen des Bandes. An den Kompositionen Hanns Eislers wird deutlich gemacht, unter welchen Bedingungen das Werk Tucholskys musikalisch umgesetzt wurde.
Mit Beiträgen von Peter Ensikat, Ian King, Dieter Mayer, Frank-Burkhard Habel, Albrecht Dümling, Christine Hellweg, Robert Degournay, Yuko Yamaguchi, Roman Mnich.
Titel und Bestellung:
Greis, Friedhelm; King, Ian (Hg.): Tucholsky und die Medien. Dokumentation der Tagung 2005 „Wir leben in einer merkwürdigen Zeitung“. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 3. Röhrig-Universitätsverlag. St. Ingbert 2006, 163 S., 20 Euro, ISBN 978-3-86110-417-9.

 

Cover Tucholskys BerlinTucholskys Berlin. Dokumentation der Tagung 2003 „… ein wahnwitzig gewordenes Dorf“. Schriftenreihe der Kurt-Tucholsky-Gesellschaft, Band 2. Hrsg. von Eckart Rottka und Natalie Rottka. St. Ingbert 2004, 170 S.
Als „…ein wahnwitzig gewordenes Dorf“ bezeichnete Kurt Tucholsky bereits 1913 in Siegfried Jacobsohns Schaubühne seine Geburtsstadt Berlin, die er „nicht liebte, der er aber sein Bestes verdanke“. Als er drei Jahre alt war, verließ die Familie Berlin, um nach sechs Jahren 1899 aus Stettin zurückzukehren. Bis zum April 1915 verbrachte Tucholsky seine Schul- und Studentenjahre in der damaligen Reichshauptstadt. Der verlorene Krieg ließ ihn im Dezember 1918 zurückkehren. Aber schon nach wenig mehr als fünf Jahren verließ er Berlin wieder, diesmal ohne eigentliche Wiederkehr. Nur elf Jahre seines erwachsenen Lebens verbrachte Kurt Tucholsky in Berlin. Die Widersprüche in Leben und Wirken im Verhältnis zu Berlin werfen die interessante Frage auf, ob er sich selbst als Berliner verstand und gesehen werden wollte und ob Berlin – wie es in Ost und West gleichermaßen geschah – ihn zu Recht als einen Berliner in Anspruch nehmen durfte und darf. Die Tagung der Kurt Tucholsky-Gesellschaft im Jahr 2003 sollte untersuchen und aufzeigen, wie der im Wilhelminismus aufgewachsene und erzogene Berliner Großbürgersohn in den lediglich fünf Jahren seines Wirkens im republikanischen Berlin publizistisch, literarisch und politisch Erfolge erringen konnte, die die Grundlage der noch heute andauernden Aktualität seiner Schriften, Texte und Gedanken bilden.
Mit Beiträgen von Wolfgang Triebel, Susanna Böhme-Kuby, Kurt Wernicke, Jan Eik, Ruth Freydank, Uwe Wiemann, Stefanie Oswalt, Alexander Solloch, Marta Vodicková.
Titel und Bestellung:
Rottka, Eckart; Rottka, Natalie (Hg.): Tucholskys Berlin. Dokumentation der Tagung 2003 „… ein wahnwitzig gewordenes Dorf“. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 2. Röhrig-Universitätsverlag. St. Ingbert 2004, 170 S., 20 Euro, ISBN 978-3-86110-296-0.


Cover Die Weltbühne»Die Weltbühne«. Zur Tradition und Kontinuität demokratischer Publizistik. Dokumentation der Tagung „Wieder gilt: Der Feind steht rechts!“. Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, Band 1. Hrsg. von Stefanie Oswalt. St. Ingbert 2003, 225 S.
Wie kaum eine andere Zeitschrift symbolisiert die „Weltbühne“ den Kampf der Demokraten und bürgerlichen Linken um den Aufbau einer Republik in Deutschland und deren Erhaltung. Die Autoren des Sammelbandes untersuchen, wie dieses Bemühen in der Justizkritik und Militärkritik sowie in den literarischen Debatten in der „Weltbühne“ zum Ausdruck kommt. Einzelne Aufsätze widmen sich dem Engagement der „Weltbühne“-Autoren Kurt Tucholsky, Carl von Ossietzky, Kurt Hiller und Erich Kästner. Beiträge zur „Neuen Weltbühne“ und zur „Weltbühne“ in der DDR behandeln die Frage der politischen Kontinuität der Zeitschrift. In einem Brückenschlag zur Gegenwart werden abschließend die Möglichkeiten einer demokratischen Publizistik im Kampf gegen radikale rechte gesellschaftliche Strömungen und Rechtsradikalismus diskutiert.
Mit Beiträgen von Harry Pross, Manfred Messerschmidt, Bärbel Schrader, Victor Otto, Gerhard Kraiker, Georg Fülberth, Stefan Neuhaus, Werner Boldt, Fritz Klein, Susanna Böhme-Kuby, Uwe Wiemann, Maren Düsberg, Erika Jäger, Peter Kabus
Zu Perspektiven einer demokratischen Publizistik. diskutieren Kerstin Decker, Mathias Greffrath, Jörn Schütrumpf, Eckart Spoo, Claudia Henne.

Titel und Bestellung:
Oswalt, Stefanie (Hg.): Die Weltbühne. Zur Tradition und Kontinuität demokratischer Publizistik. Dokumentation der Tagung „Wieder gilt: Der Feind steht rechts!“. Schriftenreihe der Kurt-Tucholsky-Gesellschaft, Band 1. Röhrig-Universitätsverlag. St Ingbert 2003. 225 S., 24 Euro, ISBN 978-3-86110-336-3.


»Halb erotisch – halb politisch«. Kabarett und Freundschaft bei Kurt Tucholsky. Dokumentation der KTG-Tagungen 1999 und 2000. Hrsg. von Stefanie Oswalt und Roland Links. 202 S., Oldenburg 2000.

    Inhalt: Wolfram Wette: Risse im Fundament. Die frühen Jahre der Weimarer Republik unter der Last des militaristischen Erbes; Ian King: Wir Negativen. Kurt Tucholsky als »politischer Seismograph«; Volker Kühn: Eine Unglückliche Liebe. Tucholsky und das Kabarett; Harald Vogel: Kurt Tucholsky und Erich Kästner. Ein wirkungstypologischer Vergleich ihrer Kabarett-Texte; Walter Rösler: »Ich will mit anderen Lippen reden zu diesem Volke…« Anmerkungen zu Walter Mehring; Wolfgang U. Schütte: Erich Weinert und Hans Reimann. Zwei ungleiche Freunde; Jürgen Schebera: »Für Ernst von der musikalischen Stadtküche…« Wie Tucholsky 25 Jahre Posthum endlich »seinen« Komponisten fand; Fritz Hackert: Wo ist man zu Hause? Vom Unbehagen und vom Harmoniegefühl des Kurt Tucholsky; Roland Links: »Freundschaft, das ist wie Heimat« Biographische Vermutungen; Stefanie Oswalt: »Jeder hat mal einen Vater gebraucht…« Kurt Tucholsky und sein Mentor Siegried Jacobsohn.

Literatur und Revolution 1848-1918. Dokumentation der KTG-Tagung 1998. Hrg. von Michael Hepp. 193 S., Oldenburg 1998.

    Inhalt: Harry Pross: Gedenktage und der »große revolutionäre Zitatenschatz«; Wulf Wülfing: »Der Geist der Revolution ist … unsterblich«; Michael Hepp: »Die Revolution, oder das, was die Deutschen so nennen«; Gerhard Kraiker: »Führer – das wollen alle sein. Helfen will keiner!«; darüberhinaus Beiträge zum zehnjährigen Bestehen der KTG von Roswitha Ennemoser, Harry Pross, Gustav Huonker, Roland Links.

Kurt Tucholsky und die Justiz. Dokumentation der KTG-Tagung 1997. Hrsg. von Michael Hepp. 212 S., Oldenburg 1998.

    Inhalt: Hans Wrobel: Tucholsky und die Justiz. Ein Überblick; Michael Hepp: Angeklagter Dr. iur. Kurt Tucholsky; Bernhard Weck. Strafrecht, Strafjustiz und »politische Justiz« in Tucholskys Werk; Roland Links: Tucholskys juristisches Engagement im Kontext politischer Organisationen; Heinrich Senfft: Richter und andere Menschen – Das Richterbild Kurt Tucholskys; Eckart Rottka: Dr. iur. Kurt-Tucholsky – der unerhörte Justiz-Kritiker; Dokumentation: Bernhard Weck: Wider den »Dreimännerskat der Justitia«

Kurt Tucholsky und das Judentum. Dokumentation der KTG-Tagung 1995. Hrsg. von Michael Hepp unter Mitarbeit von Kirsten Erwentraut und Roland Links, 216 S., Oldenburg 1996.

    Inhalt: Michael Hepp: »Dieser Jude Tucholsky hat Deutschland, hat Westeuropa noch manches zu sagen«; Walter Grab: Kurt Tucholsky und die Problematik des jüdischen Selbsthasses; Ingrid Belke: »Antisemitismus habe ich nur in den Zeitungen zu spüren bekommen, im Leben nie.«; Wolfgang Benz: »Man muß sich schämen, Jude zu sein.«; Stefanie Brauer: Die ›Weltbühne‹ und die Juden; Giovanni die Stefano: Die Monologe des Herrn Wendriner – ein Fall von jüdischem Selbsthaß?; Birgit Stengel: Jakob Wassermanns Weg als Deutscher und Jude; Julia Bernhard/ Hans-Harald Müller: Arnold Zweig und Kurt Tucholsky; Julius H. Schoeps: Die Flucht in den Haß; Michael Daxner: Zur Theorie der Inszenierung der Juden in Deutschland.

»Schweden – das ist ja ein langes Land«. Kurt Tucholsky und Schweden. Dokumentation der KTG-Tagung 1994. Hrsg. von Michael Hepp und Roland Links. 246 S., Oldenburg 1994.

    Inhalt: Olle Hambert: 1929 – Kindheit in Mariefred; Thomas von Vegesack: Die intellektuellen und die Macht; Harry Pross: »Zivilisationsliterat« – ein deutsches Stigma; Beate Schmeichel-Falkenberg: Lisa Matthias und Gertrude Meyer – Bausteine zu ihrer Biographie; Gustav Huonker: »Liebe Herzensnuuna«; Christoph Schottes: »Mensch, Mensch – der Oss… Ich denke immerzu daran.« Tucholsky und Ossietzky nach 1933, Renke Siems: Republikanische Mystik und Péguy; Beate Porombka: Die Forderung nach einer neuen Doktrin – Kurt Tucholskys Exiljahre und L’Orde Nouveau, Kirsten Erwentraut: »Auch hier: es geht nicht ohne Freud« Schloß Gripsholm – eine »kleine Sommergeschichte«?; Helmut Müssener: Gott hat die Welt und der Führer hat Ordnung geschaffen. – Schwedische ›Naivität‹ und ihre Hintergründe; Olle Hambert: Tucholsky und die schwedischen Behörden – ein von Mythen belastetes Bild; Jochen Reinert. Tucholsky in Skandinavien. Spurensuche eines Journalisten; Beate Schmeichel-Falkenberg: Laudatio auf Zenta Bergkvist, Sonja Thomassen und Inga Mellin anläßlich der Ehrenmitgliedschaft in der KTG.

*Durch eine Kooperation mit der Fachbuchhandlung Lehmanns Media erhalten wir für jede über die Bestelllinks auf dieser Seite ausgeführte Bestellung eine umsatzabhängige Provision.