Marburg: Schloss Gripsholm

Lydia und Peter sind ein modernes Paar, unverheiratet, unkompliziert, unsentimental. Mit der Eisenbahn rattern sie von Berlin nach Kopenhagen, gefolgt von Seekrankheit und schönen Ausblicken. Die Fahrt endet am Mälarsee in Schweden, wo die Verliebten auf Schloss Gripsholm ein verschwiegenes Ferienidyll finden mit Platz und Zeit für Ausflüge, Kreuzworträtsel, Neckereien und Küssen von früh bis spät.
Peters Busenfreund Karlchen kommt zu Besuch und legt sich mit den beiden in eine «tiefe Badewanne von Freundschaft». Auf Karlchen folgt Billie, Lydias beste Freundin, und animiert aus der Laune des Augenblicks zur unbeschwerten Dreiecksbeziehung. Kein einziges Wölkchen trübt den blauen Sommerhimmel über Schloss Gripsholm…

Norbert Ebel beschwört in seiner Lesung die unbeschwerte Heiterkeit von Kurt Tucholskys frischer Sommerromanze herauf. Die Musik von Sängerin Carolin Grein und der Sachs-Band stimmt mal zärtliche, mal melancholische, mal fröhliche Töne an, je nach Atmosphäre der Erzählung. Kurt Tucholsky zeichnet darin ein Sommeridyll zwischen duften den Wiesen und glitzernden Wellen, voller Frohsinn, Verliebtheit und Unbeschwertheit.

Eine musikalische Lesung mit Norbert Ebel, Carolin Grein (Gesang) und der Sachs-Band.

Kiel: Schloss Gripsholm

In der Reihe Stenzel liest:
„Schloss Gripsholm. Eine Sommergeschichte“ lautet der Titel einer Erzählung, die Kurt Tucholsky im Jahre 1931 veröffentlichte. Die heiter-melancholische Liebesgeschichte zählt zu den bekanntesten Werken des Autors. Horst Stenzel präsentiert am 28. Mai 2018 Auszüge daraus. Als Gastleserin ist diesmal Antje Schlaich dabei, die derzeit im Polnischen Theater Kiel in dem Stück „Granaten“ von Joanna Murray-Smith zu sehen ist.

Theater Coesfeld: Tucholsky in Schweden (Texte aus Schloss Gripsholm)

1931 erschien sein Roman „Schloss Gripsholm“, eine unbeschwerte, leichthin erzählte Sommer-geschichte, amüsant, fröhlich und idyllisch, aber nicht sentimental. Sie enthält offenbar autobiograsche Züge, denn von Ende April bis Mitte Oktober 1929 hielt Kurt Tucholsky sich mit seiner Geliebten, der Journalistin Lisa Matthias, in dem kleinen Badeort Fjälltorp Läggesta am Ufer des Mälarsees gegenüber Schloss Gripsholm auf.

JOHANN VON BÜLOW hat sich vor allem als Theaterschauspieler einen Namen gemacht. Der Neffe von Loriot ist aber auch aus zahlreichen Fernseh- und Kinolmen bekannt. Johann von Bülows Schau-spiellaufbahn beginnt 1992 an der „Otto-Falckenberg- Schule“ in München. 1995 übertrug man ihm seine erste Filmrolle an der Seite von Franka Potente in der Komödie „Nach Fünf im Urwald“. Seitdem erlebt man ihn auf der Bühne, auf der Leinwand und vor dem Bildschirm als vielseitigen und über-zeugenden Akteur. 2006 gründeten Karla Haltenwanger, Birgit Erz und Ilona Kindt das TRIO BOULANGER. Neben ihrem klassischen und romantischen Repertoire sind die Musikerinnen gefragte Interpretinnen Neuer Musik. 2012 startete das Ensemble seine eigene Konzertreihe, die „Boulangerie“. In dieser Konzertreihe kombinieren die Musikerinnen klassisches Repertoire mit einem zeitgenössischen Stück, dessen Komponist während des Konzerts interaktiv anwesend ist. Das Trio benannte sich nach Nadia und Lili Boulanger – zwei außergewöhnliche Persönlichkeiten mit kompromisslosem Einsatz für die Musik.

http://www.konzerttheatercoesfeld.de/spielplan/konzert/wort-und-musik/tucholsky-in-schweden-texte-aus-schloss-gripsholm-386.html

[Gräfelfing] Schloss Gripsholm

Die heiter-melancholische Sommergeschichte für jeden, der mal verliebt war; es gerade ist; oder sich heute neu verlieben möchte.
„Wir lagen auf der Wiese und baumelten mit der Seele.“
„Schloß Gripsholm“ von  Kurt Tucholsky (1890—1935), mit dem er an „Rheinsberg“ (1912) anknüpfte, ist eine der hinreißendsten Sommergeschichten, die die deutsche Literatur zu bieten hat.  Im Frühjahr 1931 erschien „Schloss Gripsholm“ als Fortsetzungsroman im „Berliner Tageblatt“ und im Mai dann als Buch bei Ernst Rowohlt in Berlin. Die heiter-melancholische Liebesgeschichte wurde wohl dadurch inspiriert, dass ihr Autor mit seiner Geliebten Lisa Matthias 1929 einen Urlaub in Schweden verbrachte.
Der Schauplatz: Schloss Gripsholm, eines der ältesten Schlösser Schwedens, gelegen am Mälaren-See. Der Ich-Erzähler Kurt, genannt Peter, und seine Geliebte Lydia verbringen dort einen mehrwöchigen Urlaub, bekommen Besuch von Peters Freund Karlchen und dann von Lydias bester Freundin Billie, woraus sich ein sommerlich-reizvolles Spiel einer Liebe zu dritt entwickelt. Allerdings durchzieht ein eher dramatischer Erzählstrang diese heile Stimmungswelt:  Peter und Lydia retten ein kleines Mädchen aus den Fängen einer diktatorischen Leiterin eines Kinderheims, (die Tucholsky wohl mit Charakterzügen seiner eigenen tyrannischen Mutter versah).
Der Schauspieler Stefan Merki liest aus diesem unnachahmlich eleganten und amüsanten Buch. Musikalisch begleitet wird er von dem Geiger Matthias Well aus der jüngsten Generation der Musikerfamilie Well.
Stefan Merki ist Schweizer, hat an Theatern in Berlin, Aachen und Hamburg gespielt und gehört seit 2001 zum Ensemble der Münchner Kammerspiele. Zahlreiche Fernseh- und Filmrollen, zuletzt in „Colonia Dignidad“ und „Das Tagebuch der Anne Frank“.
Matthias Well war seit 2009 Jungstudent an der Musikhochschule München, wo er seit 2011 Violine studiert. Häufig tritt er mit seiner Schwester, der Cellistin Maria Well, auf. Gerade hat er in Hamburg einen renommierten Förderpreis gewonnen.

[Benz] Tucholsky in Schweden

Kurt Tucholsky, den Ur-Berliner mit goldenem Herzen und eiserner Schnauze, zog es nach Norden. Er liebte Kopenhagen, und er verbrachte die letzten Lebensjahre, als die Nazis ihm Berlin verleidet hatten, in Schweden. Dort spielt auch sein 1931 erschienener Roman „Schloss Gripsholm. Eine Sommergeschichte”. Die Phantasie einer Liebe zu dritt wird begleitet mit Musik zu dritt: schwedischen Stücken mit dem Boulanger Trio.

Anna Thalbach (Lesung)
Boulanger Trio
Birgit Erz (Violine)
Ilona Kindt (Violoncello)
Karla Haltenwanger (Klavier)

Lesung aus dem Roman „Schloss Gripsholm” von Kurt Tucholsky
Franz Schubert: Trio Es-Dur D 929, 2. Satz (1827)
Ludvig Norman: aus dem Klaviertrio h-Moll op. 38 (1872)
Elfrida Andrée: aus dem Klaviertrio c-Moll (1860)