Frauen sind eitel. Männer? NIE!

Die Schauspielerin und Sprecherin MARINA ERDMANN und der Musiker JÖRG MIEGEL präsentiert Hintergründiges & Humorvolles des großen Satirikers und Kabarettisten Kurt Tucholsky.
Ob es nun um so lebenswichtige Fragen geht wie: Was tun Frauen bevor sie ausgehen?
Wie krieg ich ne Million und ewige Lebensbuntheit? Was macht ein Chef aus erotischen Träume? Wie lebe ich bequem von den reichen Leuten? Warum erhält „auf´s Töpfchen gehen“ die Freundschaft?  Wie kann ein Ehepaar gemeinsam (!) einen Witz erzählen?
Dieses Kurt-Tucholsky-Programm geht all den Dingen auf den Grund, kredenzt Wortspiele und bietet auf humorvolle Weise spannende und kuriose Tipps. Versprochen!
Musikalisch flankiert durch Musik aus der Entstehungszeit der Texte. Nicht nur Klassiker wie Kurt Weil und Friedrich Hollaender werden per Saxophon und Bassklarinette zu genießen sein, sondern auch Schmonzetten und Schlager, die sich augenzwinkernd an die Texte schmiegen. Kleine ironische Ausflüge ganz im Sinne des Autor´s.

[Rheinsberg] Wer war Else Weil?

Zum Gedenken – aus Anlass ihres 75. Todestages

Mit Sunhild Pflug und Peter Böthig
Am 9. September 1942 um 8.55 Uhr verläßt der Transport Nr. 30 den Bahnhof Du Bourget /Drancy im Nordosten von Paris. 1.017 Juden, unter ihnen Else Weil, die Rheinsberger „Claire“, wurden darin zusammengefercht.
Weit mehr als die Hälfte von ihnen wird beim Eintreffen in Auschwitz am 11. September sofort in die Gaskammern geschickt.
Im Jahre 1945 gab es von diesem Transport noch 43 Überlebende, eine Frau war nicht darunter.
Wir wollen aus Anlass ihres 75. Todestages über Else Weil sprechen, aus ihren Texten und Briefen lesen, Dokumente vorstellen, die wir zu ihrem Leben recherchieren konnten.
Auch über die Lücken wollen wir sprechen und Spuren verfolgen, auf denen wir vielleicht einige davon noch schließen können.

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Publikationen der Kurt Tucholsky-Gesellschaft Rezensionen Rundbrief August 2017 Rundbriefe

[Rezension] Unda Hörner: Ohne Frauen geht es nicht

Neben Bertolt Brecht ist Kurt Tucholsky der deutsche Autor der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, über dessen Liebesleben be­sonders ausführlich geschrieben wurde. Die Germanistin Unda Hörner, die in Tucholskys Lieblingsstädten Berlin und Paris stu­dierte, hat mit dem schmalen, aber kompakten Band »Ohne Frau­en geht es nicht« auf Erkenntnisse anderer Publizisten von Helga Bemmann bis Klaus Bellin aufgebaut. Ist Hörners Bändchen nun aufschlussreich? Oder überflüssig?
Die Frage ist mit einem klaren »Sowohl als auch« zu beantworten. Wer sich für Tucholsky und die Frauen interessiert – wohlgemerkt die Frauen, und nicht, wie es der Untertitel verheißt »die Liebe« – und keinen Stapel von Büchern wälzen möchte, wird hier kompakt bedient. Von dem wenigen, was wir über Kitty Frankfurter wissen, bis über Liebschaften und zu dem Vielen, was wir von Mary Gerold kennen, referiert die Autorin kenntnis- und zitatenreich wie es gelaufen ist.
Zudem hat sie viele Memoirenbücher von Tucholskys Zeitgenossinnen gelesen und das eine oder andere Detail in den Vordergrund gerückt. Tucholskys Liebe (zumindest zu Frauen) verlässt sie aber, wenn sie über die Diseusen und gar die zeitgenössischen Autorinnen spricht.
Die offenbar platonische Liebe zu Gussy Holl ist bekannt. Hörner lässt offen, ob es mit Hesterberg oder Kühl zu intimen Begegnungen kam. Gerade an diese beiden Künstlerinnen denkt die Autorin of­fenbar nicht, wenn sie feststellt, dass nach 1933 Tucholskys Interpretinnen ver­stummten. Es mag für Rosa Valetti gelten, oder auch für Claire Waldoff. Kate Kühl und Heinrich Manns Ex-Geliebte Trude Hesterberg machten (wenngleich viel zahmer) im Dritten Reich weiter, beide auch in der DDR, bevor sie vom westdeutschen Kulturbetrieb aufgesogen wurden.
Ein anderes Kapitel befasst sich mit den Autorinnen unter Tucholskys Zeitgenos­sen. Hörner legt glaubhaft nahe, dass sich Tucholsky und Vicky Baum durch den anderen Kurt, Tuchos Freund Szafranski, gekannt haben müssen. Aber auch Irmgard Keuns und Gabriele Tergits damalige emanzipierte Haltungen referiert sie mit Zitaten aus Tucholskys Rezensionen auf eingängige Weise.
Tucholsky-Freunde, die schon tief mit Leben und Werk des Meisters vertraut sind, müssen den Band nicht erwerben. Wer es aber kaufen möchte, um Freun­dinnen und Bekannte auf Tucholsky neugierig zu machen, der sollte zugreifen.

Frank-Burkhard Habel

Hörner, Una: Ohne Frauen geht es nicht, Tucholsky und die Liebe, ebersbach & simon. Berlin. 2017, 144 Seiten, geb., 16,80 € ISBN 978-3-86915-137-3

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Publikationen der Kurt Tucholsky-Gesellschaft Rezensionen Rundbrief August 2017 Rundbriefe

[Rezension] Ohne Frauen geht es nicht

Unda Hörner, 1961 geboren, ist eine in Berlin lebende Schriftstellerin, deren reiches Oeuvre vor allem die Frauen zum Thema hat. In vielen ihrer Publikatio­nen beschäftigt sie sich mit berühmten Frauen, aber auch mit den Lebensge­fährtinnen berühmter Männer, Künstler, Maler und Schriftsteller.
In ihrem jüngsten Buch »Ohne Frauen geht es nicht« widmet sie sich Kurt Tuchols­ky und der Liebe. Liebe ist, so wissen wir ja, ein Gefühl, das auch vergehen kann, Verliebtheit eher der hoffnungsvolle Anfang einer möglichen Liebe. Somit hat Tucholsky geliebt (Mary Gerold), war aber hoffnungslos und oft verliebt.
Die Autorin zeigt auf 123 Seiten mit Fußnoten, einem ausführlichen Literatur-Verzeichnis das Leben und den beruflicher Werdegang des in der Weimarer Re­publik wohl meist gehassten Autoren auf. Sie beschreibt die nach ihrer Mei­nung wichtigsten fünf Frauen in Tucholskys Leben: Else Weil, Mary Gerold, Lisa Matthias, Gertrude Meyer und Hedwig Müller und stellt zu deren Kapiteln Fotos.
Die jeweiligen Verbindungen mit Tucholsky sind mit dem historischen Hintergrund und Tucholskys Lebensstationen gut recherchiert verwoben.
Dass zu diesen Frauen auch die Diven und Diseusen der Weimarer Zeit wie Claire Waldoff und Gussy Holl gehören, stellt Unda Hörner an den Anfang ihres Buches. Auch kommen die Kolleginnen im Zeitungsviertel Gabriele Tergit, Irm­gard Keun und Vicki Baum zu Worte. Eine fehlt: Inga Melin, die Schwedin, die Tucholsky in seinem Exil in Hindas als deutsch-schwedische Sekretärin zur Seite stand. Er hat ihr einige Veröffentlichungen gewidmet. Nach eigenen Aussagen hat sie seinem Werben widerstanden.
Über seine erste Verlobte, Kitty Frankfurter, kann auch Hörner wenig mitteilen, von ihr ist nach wie vor wenig überliefert. Alle diese Frauen im Leben Tuchols­kys sehen ihn aus jeweils verschiedenen Blickwinkeln und haben unterschiedli­che Erwartungen. Sie beschreiben ihn als gebildet, charmant, als sensibel, aber eben nicht als treu.

Das Buch liest sich flott, bleibt sachlich und ist mit vielen Zitaten auch unter­haltsam: Für alle, die das Beziehungsleben von Kurt Tucholsky im Zusammenhang kennen lernen und ein Zeitdokument erhalten wollen, ist es eine gute Lektüre.

Renate Bökenkamp

Hörner, Una: Ohne Frauen geht es nicht, Tucholsky und die Liebe, ebersbach & simon. Berlin. 2017, 144 Seiten, geb., 16,80 € ISBN 978-3-86915-137-3

[Wittenberge] »Weiberheld?!« Mit Tucholsky im Bett

Ein Theaterabend mit Musik von Heike Fest und Stefan Plepp.
Ist er Ehemann? Oder Freund? Vielleicht Liebhaber? Gar Macho?
Obwohl klein und dick und kein Schönling, zog Kurt Tucholsky viele Frauen im Laufe seines Lebens in den Bann. Allerdings muss auch für diesen Womanizer der Moment des Glücks nur von kurzer Dauer gewesen sein:

„In der Ehe pflegt gewöhnlich einer der Dumme zu sein. Nur wenn zwei Dumme heiraten – das kann mitunter gut gehen.“, meinte er.

Wir lassen die Frauen Tucholskys sprechen. Mary Gerold – Tucholskys große Liebe und zweite Ehefrau – kommt zu Wort, wie auch seine wichtigsten Liebhaberinnen Else Weil, Lisa Matthias und andere. So entfaltet sich eine spannende, berührende und zuweilen auch heitere Lebensgeschichte, die von seiner rastlosen Suche nach Erfüllung handelt.
Durch rasante Wechsel von Komik und Tragik und durch Musik an Klavier und Akkordeon nehmen Schauspielerin Heike Feist und ihr Bühnenpartner Stefan Plepp das Publikum mit auf eine Reise durch das Liebesleben und Liebesleiden dieses großen Dichters und Womanizers Kurt Tucholsky.
Ein Mann im Angesicht seiner 6 wichtigsten Frauen!

[Wangerooge] »Weiberheld?« Mit Tucholsky im Bett – ein Theaterabend mit Musik

Ist er Ehemann? Oder Freund? Vielleicht Liebhaber? Gar Macho?
Obwohl klein und dick und kein Schönling, zog Kurt Tucholsky viele Frauen im Laufe seines Lebens in den Bann. Allerdings muss auch für diesen Womanizer der Moment des Glücks nur von kurzer Dauer gewesen sein:

„In der Ehe pflegt gewöhnlich einer der Dumme zu sein. Nur wenn zwei Dumme heiraten – das kann mitunter gut gehen.“, meinte er.
Wir lassen die Frauen Tucholskys sprechen. Mary Gerold – Tucholskys große Liebe und zweite Ehefrau – kommt zu Wort, wie auch seine wichtigsten Liebhaberinnen Else Weil, Lisa Matthias und andere. So entfaltet sich eine spannende, berührende und zuweilen auch heitere Lebensgeschichte, die von seiner rastlosen Suche nach Erfüllung handelt.
Durch rasante Wechsel von Komik und Tragik und durch Musik an Klavier und Akkordeon nehmen Schauspielerin Heike Feist und ihr Bühnenpartner Florian Stiehler das Publikum mit auf eine Reise durch das Liebesleben und Liebesleiden dieses großen Dichters und Womanizers Kurt Tucholsky.
Ein Mann im Angesicht seiner 6 wichtigsten Frauen!