Verleihung des Kurt Tucholsky-Preises an Mely Kiyak

Für Teilnehmende der Jahrestagung ist der Eintritt frei.
ES GELTEN DIE 3G-REGELN. BITTE HALTEN SIE IHRE AKTUELLEN ZERTIFIKATE ODER TESTBESCHEINIGUNGEN BEREIT.

Der Kurt Tucholsky-Preis 2021 wird verliehen an Mely Kiyak.

Livestream

Das GORKI-THEATER stellt freundlicher Weise einen Stream der Preisverleihung zur Verfügung.
Sie können diesen kostenfrei auf dem youtube-Kanal des Theaters verfolgen. Das ermöglicht vielen Menschen, die aus organisatorischen oder medizinischen Gründen nicht teilnehmen können, die Preisverleihung zu verfolgen.
Wir sind dem Gorki-Theater für diese großzügige Unterstützung sehr dankbar.
Diese Geste ist umso wertvoller, da die letzten Monate für alle Theater eine schwere Zeit mit großen finanziellen Einbußen waren.
Wir bitten daher um Spenden, um die für das Theater entstehenden Kosten abmildern zu können.

 

Das Programm:

[Berlin] Jahrestagung der Kurt Tucholsky-Gesellschaft

Die gemeinsame Jahrestagung der Kurt Tucholsky-Gesellschaft und der Kurt Hiller-Gesellschaft steht im Jahr 2021 unter dem Thema:

NationalismusPatriotismus, Heimatliebe bei Kurt Tucholsky und Kurt Hiller

Tagung der Kurt Tucholsky-Gesellschaft und der Kurt Hiller-Gesellschaft
10. bis 12. September 2021
Programm
Tagungsleitung: Dr. Ian King und Dr. Harald Lützenkirchen
Freitag, 10.09.


Ort: Franz Mehring Platz 1
16:00 Anreise der Teilnehmer_innen
16:30 Dr. Ian King und Dr. Harald Lützenkirchen Begrüßung der Teilnehmerʔinnen*
17:00
Dr. Ian King: Zwei konträre Kurts kämpfen gegen den Krieg
17:45
Dr. Reinhold Lütgemeier-Davin: Heimatliebe und Patriotismus bei Kurt Hiller
18:30
Imbiss
19
:15 Kabarett mit Schülerʔinnen der Kurt Tucholsky-Gesamtschule Pankow


Samstag, 11.09.
Ort: Franz Mehring Platz 1
10:00 Hans-Jürgen Bollig: Heimat bei Kurt Tucholsky
11:15 Robert Färber: Kurt Tucholsky, Kurt Hiller und George Grosz
12:00 Pause
14:00 Dr. Daniel Münzner: Kurt Hillers Kontakte zu den Nationalbolschewisten Otto Strasser und K.O. Paetel
14:45 Podiumsdiskussion: Kurt Tucholsky und Kurt Hiller – heutige Nachwirkungen, und
Zukunftschancen? Moderation: Frank-Burkhard Habel
15:30 Prof. Dr. Gabriele Metzler: “…echt deutsch. Man trägt das jetzt so”. Kurt Tucholsky,
der Nationalismus der 1920er Jahre und die deutsche Gesellschaft von heute
16:30
Pause
17:00 Mitgliederversammlung der Kurt Tucholsky-Gesellschaft
Anschließend besteht die Möglichkeit eines gemeinsamen Abendessens im Design Restaurant Volkskammer in der Nähe des Tagungsortes.
Sonntag, 12.09.
Ort: Theater im Palais
11:00 – 14:00 Verleihung des Kurt Tucholsky-Preises für literarische Publizistik

  • Kulturveranstaltung mit Franziska Troegner
  • Laudatio und Dankesrede
  • anschl. Empfang

Tagungsbeitrag: 30 € für Mitglieder / 50 € für Nichtmitglieder. Angehörige der Humboldt-Universität zu Berlin nehmen kostenlos an der Tagung teil. Im Tagungsbeitrag sind enthalten: Teilnahme an der Tagung, Catering am Freitag und Samstag und die Teilnahme an der Preisverleihung am Sonntag.

Anmeldung
Bitte ein gültiges Formular wählen
Organisatorische Hinweise
Tagungsbeitrag: 30 € für Mitglieder / 50 € für Nichtmitglieder. Im Tagungsbeitrag sind enthalten: Teilnahme an der Tagung, Catering am Freitag und Samstag und die Teilnahme an der Preisverleihung am Sonntag.
Der Tagungsbeitrag ist zu überweisen auf das Konto der Kurt Tucholsky-Gesellschaft bei der Sparkasse Minden-Lübbecke, IBAN DE49 4905 0101 0040 1308 90 [DE49490501010040130890] SWIFT-BIC: WELADED1MIN unter dem Stichwort »Jahrestagung 2021«.
Adressen
Tagungsort: Franz Mehring Platz 1, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin
Ort der Preisverleihung: Theater im Palais, Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin, Tel.: +49 (0) 30 20 45 34 50
Übernachtung:
Für die individuelle Übernachtungssuche finden Sie Informationen zum Beispiel bei Visit Berlin.
Verkehrsverbindungen:
Die Tagungsorte sind gut zu erreichen. Anreiseinformationen zum:

*Das Graphem ʔ steht für den stimmlosen glottalen Plosiv oder Glottisschlag. Dieser Verschlusslaut erscheint in den meisten Varietäten der deutschen Sprache vor vokalischem Anlaut, beispielsweise Acht [ˈʔaxt], der Alte [deːɐ̯ ˈʔaltʰə] und vor vokalisch anlautenden Wortstämmen in zusammengesetzten Wörtern, beispielsweise beachten [bəˈʔaxtʰən]. In den meisten Varietäten des Deutschen wird dieser stimmlose glottale Plosiv ausgesprochen. Mitunter können zwei verschiedene Wörter im Deutschen nur anhand des Glottisschlags voneinander unterschieden werden (z. B.: das Spiegel-Ei, die Spie-gelei). Die Medienwissenschaftlerin Alena Dausacker schlägt das Graphem als Alternative zu den verschiedenen bisher kursierenden Varianten einer inklusiven, genderneutralen Darstellung vor. Damit ließe sich das häufig als Kontraargument zu den populären Varianten mit Gendersternchen [*] oder Gendergap [_] bzw. dem Hornscheidt’schen [x] vorgebrachte Ausspracheproblem recht elegant lösen. Wir finden diese Idee spannend und haben sie daher hier verwendet. Bitte betrachten Sie dies als ergebnisoffenes Diskussionsangebot bzw. als Experiment und keineswegs als Handlungsaufforderung normativen Charakters.

Verleihung des Kurt Tucholsky-Preises an Margarete Stokowski

Für Teilnehmende der Jahrestagung ist der Eintritt frei.
»Im Großen und Ganzen versuche ich, da Staub aufzuwirbeln, wo es eh schon dreckig ist. Also ungefähr das Gegenteil von dem, was von einer Polin in Deutschland erwartet wird, Zwinkersmiley.« (Margarete Stokowski)
Der Kurt Tucholsky-Preis 2019 wird verliehen an Margarete Stokowski.
Das Programm:

Begrüßung
Dr. Ian King
Kurt Tucholsky-Programm
Schüler_innen der Kurt Tucholsky-Oberschule Berlin-Pankow
Begründung der Jury
Zoë Beck und Doris Akrap

Laudatio
Dr. Susanne Mayer
Übergabe des Preises
Dr. Ian King

Dank der Preisträgerin
Margarete Stokowski
Auszug aus Lachen ohne Weinen
Max Dollinger / Ilona Blumenthal-Petzold / Wolfgang Geiger
Empfang

[Berlin] Jahrestagung der Kurt Tucholsky-Gesellschaft

Die Jahrestagung der Kurt Tucholsky-Gesellschaft steht im Jahr 2019 unter dem Thema »Engagierte Literatur oder Kunst um der Kunst willen?«.
Die Tagung an der Humboldt-Universität zu Berlin widmet sich historischen und zeitgenössischen Dimensionen gesellschaftlich und politisch engagierter Literatur und sucht dabei insbesondere nach Anknüpfungspunkten im Werk Tucholskys.

Schriftstellerinnen und Schriftsteller und politisches Engagement

Tagung der Kurt Tucholsky-Gesellschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin
1. bis 3. November 2019

Programm
Tagungsleitung: Dr. Ian King
Freitag, 01.11.

humboldt-universität zu berlin, hauptgebäude, unter den linden 6 10099 berlin foto: heike zappe 10.9.2006 CC BY-SA 3.0 DE
humboldt-universität zu berlin, foto: heike zappe
 CC BY-SA 3.0 DE

Ort: Senatssal im Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin
15:00 Anreise der Teilnehmer_innen
16:00 Workshops
1) Tucholskys politisches Engagement im Allgemeinen [ausgebucht]
Materialien zum Download
2) Tucholsky im Kampf gegen den Faschismus
Materialien zum Download

18:00 Dr. Ian King (London), N.N. (HU Berlin), Begrüßung der Teilnehmerʔinnen*
18:20
Tucholsky-Programm der Vokalpraktischen Klasse der Erich-Fried-Gesamtschule Herne unter Leitung von Katja Block
19:10
Imbiss
19:45
Berichte aus den Workshops
20:15 Dr. Ian King (London), Engagierte Literatur oder Kunst um der Kunst willen?
Samstag, 02.11.
Ort: Senatssal im Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin
10:00 Dr. Jan Capek (Pardubice), Vaclav Havel, Schriftsteller, Politiker, Philosoph
11:00 Prof. Dr. Stuart Parkes (Malta): Heinrich Böll und Günter Grass als engagierte Schriftsteller
12:00 Pause
13:30 Heidi Beutin (Stormarn): Engagierte Intellektuelle in der Praxis: Die Literatenrepublik Bayern 1919
14:30 Roman Widder (Berlin): Aporien des Engagements in der Gegenwartsliteratur
15:30 Pause
16:00
Mitgliederversammlung der Kurt Tucholsky-Gesellschaft mit Vorstandswahlen
18:00 Möglichkeit zur Teilnahme an einem gemeinsamen Abendessen
Sonntag, 03.11.
Ort: Theater im Palais
11:00 – 14:00 Verleihung des Kurt Tucholsky-Preises für literarische Publizistik

Tagungsbeitrag: 30 € für Mitglieder / 50 € für Nichtmitglieder. Angehörige der Humboldt-Universität zu Berlin nehmen kostenlos an der Tagung teil. Im Tagungsbeitrag sind enthalten: Teilnahme an der Tagung, Catering am Freitag und Samstag und die Teilnahme an der Preisverleihung am Sonntag.

Anmeldung
Bitte ein gültiges Formular wählen
Organisatorische Hinweise
Tagungsbeitrag: 30 € für Mitglieder / 50 € für Nichtmitglieder. Angehörige der Humboldt-Universität zu Berlin nehmen kostenlos an der Tagung teil. Im Tagungsbeitrag sind enthalten: Teilnahme an der Tagung, Catering am Freitag und Samstag und die Teilnahme an der Preisverleihung am Sonntag.
Adressen
Tagungsort: Senatssal im Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10117 Berlin
Ort der Preisverleihung: Theater im Palais, Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin, Tel.: +49 (0) 30 20 45 34 50
Übernachtung:
Für die individuelle Übernachtungssuche finden Sie Informationen zum Beispiel bei Visit Berlin.
Verkehrsverbindungen:
Die Tagungsorte sind gut zu erreichen. Anreiseinformationen zum:

*Das Graphem ʔ steht für den stimmlosen glottalen Plosiv oder Glottisschlag. Dieser Verschlusslaut erscheint in den meisten Varietäten der deutschen Sprache vor vokalischem Anlaut, beispielsweise Acht [ˈʔaxt], der Alte [deːɐ̯ ˈʔaltʰə] und vor vokalisch anlautenden Wortstämmen in zusammengesetzten Wörtern, beispielsweise beachten [bəˈʔaxtʰən]. In den meisten Varietäten des Deutschen wird dieser stimmlose glottale Plosiv ausgesprochen. Mitunter können zwei verschiedene Wörter im Deutschen nur anhand des Glottisschlags voneinander unterschieden werden (z. B.: das Spiegel-Ei, die Spie-gelei). Die Medienwissenschaftlerin Alena Dausacker schlägt das Graphem als Alternative zu den verschiedenen bisher kursierenden Varianten einer inklusiven, genderneutralen Darstellung vor. Damit ließe sich das häufig als Kontraargument zu den populären Varianten mit Gendersternchen [*] oder Gendergap [_] bzw. dem Hornscheidt’schen [x] vorgebrachte Ausspracheproblem recht elegant lösen. Wir finden diese Idee spannend und haben sie daher hier verwendet. Bitte betrachten Sie dies als ergebnisoffenes Diskussionsangebot bzw. als Experiment und keineswegs als Handlungsaufforderung normativen Charakters.

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Jahrestagung 2019 Tagungen

Call for Papers: Qualifizierungsschriften zu Tucholsky

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Für die wissenschaftliche Tagung der Kurt Tucholsky-Gesellschaft (KTG) vom 1. bis 3. November 2019 in Berlin lädt die KTG junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein, ihre Diplom-, Master-, Examensarbeiten oder Dissertationen zum oben genannten Thema, zu Kurt Tucholsky oder anderen Autoren des Weltbühnekreises in einem 20-minütigem Vortrag einem breiteren Publikum vorzustellen und in einen interdisziplinären Diskurs zu treten.

Die Vortragenden erhalten Gelegenheit, ihre Thesen und Forschungsergebnisse zu diskutieren. Es besteht die Möglichkeit, die Beiträge im Dokumentationsband zur Tagung zu publizieren.

Bitte senden Sie bis 15. Juli 2019 ein Exposé (ca. 200 Worte) und einen Kurzlebenslauf an Dr. Ian King, 1. Vorsitzender der Kurt Tucholsky-Gesellschaft per eMail an: king@tucholsky-gesellschaft.de oder per Post an:

Kurt Tucholsky-Gesellschaft e.V.
Geschäftsstelle
Besselstraße 21/II
32427 Minden

Weitere Informationen erhalten Sie beim Tagungsleiter Dr. Ian King unter king@tucholsky-gesellschaft.de

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Jahrestagung 2019 Kurt Tucholsky Preis für literarische Publizistik Tagungen

[Ausschreibung] Kurt Tucholsky-Preis für literarische Publizistik

Der Preis

Der in der Mitgliederversammlung der Kurt Tucholsky-Gesellschaft in Gripsholm 1994 beschlossene Kurt Tucholsky-Preis für literarische Publizistik, wird von der Kurt Tucholsky-Gesellschaft, mit Sitz in Berlin, verliehen und getragen. Der Preis wird im Zweijahresabstand verliehen.
Die Ehrung erfolgt für politisch engagierte und sprachlich prägnante Werke der literarischen Publizistik, die sich im Sinne des Namensgebers kreativ und kritisch mit zeitgeschichtlichen Entwicklungen und Vorgängen auseinandersetzen und Realitäten hinter vorgeschobenen Fassaden erhellen sowie für nachhaltige künstlerische Interpretationen von Texten Tucholskys.
Der Kurt Tucholsky-Preis für literarische Publizistik kann für journalistische und literarische Werke verliehen werden, wobei ein besonderer Fokus auf die »kleinen Formen« gelegt werden soll.
Die Begutachtung soll sich auf bisher unveröffentlichte oder innerhalb der letzten fünf Jahre veröffentlichte Publikationen beziehen. Möglich ist auch die Auszeichnung eines Lebenswerkes.
Die Preissumme beträgt 5.000 €
Die Jury
Die Jury für die Vergabe des Preises im Jahr 2019 besteht aus:

  • Doris Akrap
  • Zoë Beck
  • Nikola Richter
  • Ulrich Janetzki
  • Dr. Stuart Parkes

Die Jury wählt den oder die Preisträger_in durch Stimmenmehrheit. Sie kann eine Preiszuerkennung aus inhaltlichen oder formalen Gründen ablehnen. Sie kann für nicht ausgezeichnete Vorschläge ehrende Würdigungen aussprechen.
Einreichung von Vorschlägen
Die Ausschreibungsfrist beginnt am 5. November 2018. Die Vorschläge sind bis zum 31. März 2019 an die Geschäftsstelle der KTG zu richten:

Kurt Tucholsky-Gesellschaft e.V.

Besselstraße 21/II

32427 Minden

Tel: 0049-(0)571-8375440

Fax 0049-(0)571-8375449

info@tucholsky-gesellschaft.de

Vorschlagsberechtigt für die Würdigung durch den Preis sind die Mitglieder der KTG, frühere Preisträger_innen, ordentliche Mitglieder geistes- und sozialwissenschaftlicher Fachbereiche von Universitäten und Hochschulen, deutschsprachige Verlage und Bibliotheken sowie verantwortliche Redakteur_innen journalistischer Medien.
Mitglieder der Jury sind nicht vorschlagsberechtigt. Eigenbewerbungen sind nicht zulässig.
Die vorgeschlagenen Arbeiten – in Betracht kommen Manuskripte, Bücher, Artikel, Internetbeiträge und audiovisuelle Beiträge – müssen in fünffacher Ausfertigung eingereicht werden, soweit die Einreichung auf analogen Datenträgern erfolgt. Beizulegen ist ein kurzer Lebenslauf des/der Vorgeschlagenen und eine kurze Begründung des Vorschlages. Die Einreichung kann auch digital erfolgen. In diesem Fall ist auf gängige Formate und Vervielfältigbarkeit zu achten.[1]
Die Arbeiten der Preisbewerber_innen müssen in deutscher Sprache verfasst sein.
Die Entscheidung über den/die Preisträger_in erfolgt bis zum 15. September 2019.
Die Annahme des Preises verpflichtet den/die Preisträger_in zu einem öffentlichen Vortrag im Rahmen der Verleihungsfeierlichkeiten. Die KTG darf den Text des Vortrages honorarfrei veröffentlichen.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Veröffentlicht am 5. November 2018 durch den Vorstand der Kurt Tucholsky-Gesellschaft.
[1] Da die Beiträge allen Jury-Mitgliedern zugänglich gemacht werden müssen, sind insbesondere seltene Formate oder mit DRM geschützte Beiträge nicht zweckmäßig. In diesen Fällen kann die Jury um Neueinreichung in geeigneter Form bitten. Ist dies nicht erfolgreich, kann die Jury Beiträge ablehnen.
Diese Ausschreibung herunterladen [pdf, 0,2 MB].

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Publikationen der Kurt Tucholsky-Gesellschaft Rundbrief April 2018 Rundbriefe

Auf die Freiheit

Im Festsaal Kreuzberg war Deniz Yücel am 24. März zum ersten Mal nach seiner Freilassung in Deutschland zu erleben. „Auf die Freiheit“ war eine überaus zahl­reich besuchte Veranstaltung, die auch etliche Presseberichte nach sich zog. Eingeladen hatten der „Freundeskreis #FreeDeniz“ und „Reporter ohne Gren­zen“.

Für die Kurt Tucholsky-Gesellschaft hat Christiane Ille an den Freundeskreis die ersten Erlöse aus dem Verkauf der Solidaritäts­broschüre „Bester Preisträger wo gibt“ (die weiterhin in der Ge­schäftsstelle zum Preis von 10 € er­hältlich ist) übergeben. Immerhin 700 € durfte Ivo Bozic stellvertre­tend entgegen nehmen.

Außerdem hat sie die Ehrengast-Einladung an den Tucholsky-Preisträger von 2011 für die nächste Tagung wiederholt.

Die Veranstaltung selbst wurde vom WDR übertragen und kann noch bis zum 24.3.2019 nachgeschaut werden.

Steffen Ille (der seine Teilnahme erkrankt absagen musste )

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Publikationen der Kurt Tucholsky-Gesellschaft Rundbrief April 2018 Rundbriefe

Ende eines Provisoriums

Kurt Tucholskys 128. Geburtstag stand am 9. Januar 2018 unter einem besonderen Stern. Hatte doch die nach ihm benannte Bibliothek im Berliner „Prenzelberg“, inzwischen integrierter Be­standteil Pankows, ihre Nutzer und Fans ausgerechnet an diesem Tage freudig dazu eingeladen, nach 10 Jahren Selbstverwaltung die Wiedereingliederung des über 130jährigen Buchtempels in die hauptamtliche fachliche Anleitung und Betreuung des Bezirksamtes zu befeiern. Und der dreigeschossige Altbau in der Esmarchstraße platzte aus allen Nähten – nicht nur wegen der gewichtigen Foli­anten, sondern vor allem wegen der zahlreichen Besucher, deren selbstloses Engagement sich gelohnt hatte oder die einfach ihrem Interesse und ihrer Er­folgsfreude Ausdruck geben wollten.

Aber halten wir ein wenig Rückschau. Als Berlin noch zweigeteilt war, existier­ten bereits zwei Tucholsky-Bibliotheken in der Stadt: eine in des Autors und Satirikers Geburtsgegend Moabit, die andere am Luxemburg-Platz in Berlin-Mit­te. Letztere hatte den Namen des Schriftstellers anlässlich dessen 70. Geburts­tages im Jahre 1960 erhalten. Wie mir Klaus Neumann, im Oktober 2017 wie­der zum Vorstandsmitglied der Tucholsky-Gesellschaft gewählt, am 9. Januar 2018 in der Esmarchstr. berichtete, nahm er auf Einladung des Schriftstellers Walter Victor als Leiter eines Schülerkabaretts – er selbst war damals noch Be­rufsschüler – an der Veranstaltung teil. Er erinnerte sich daran, dass Mary Ge­rold-Tucholsky ebenfalls zugegen war, eine kleine Festrede hielt und das Zere­moniell der Namensverleihung vornahm. Er kam mit ihr anschließend auch ins Gespräch, wobei sie ihre Freude darüber zum Ausdruck brachte, dass Tuchols­kys Texte auch von jungen Leuten in der DDR gepflegt und verbreitet werden.

Beide Bibliotheken bildeten einen wichtigen Anlaufpunkt für Tucholsky-Fans und für Mitglieder der 1988 im Allgäu gegründeten Kurt-Tucholsky-Gesell­schaft, die ihr Freundesnetz in den späteren „alten“ und „neuen“ Bundeslän­dern dadurch noch enger knüpfen konnte. Ich erinnere mich noch gut daran, dass an den Namen Kurt Tucholsky gebundene literarische Veranstaltungen und thematische Diskussionsrunden in den Räumen am Luxemburgplatz stattfan­den, unter anderem mit Roland Links und Wolfgang Hering, und dass wir dort später im Beisein Brigitte Rotherts Ausschnitte aus unseren Tucholsky-Program­men vorstellten.

Dann stellte sich leider heraus, dass die Institution am historischen Platz, der von der Volksbühne, dem Liebknecht-Haus und dem Kino Babylon geradezu symbolisch eingerahmt wurde, aus Sparsamkeits-, Immobilien- und anderen Gründen verschwinden musste. Dagegen setzten sich Tuchos Großcousine Bri­gitte Rothert und die Tucholsky-Gesellschaft zwar energisch, leider aber vergeb­lich zur Wehr. Nun wäre Brigitte aber nicht Stammbaumzweig des Tuchols­ky-Clans gewesen, hätte sie sich damit abgefunden. Sie ging den Kulturpolitikern des Prenzlauer Berges auf den Docht und erreichte die Übertragung des Na­mens auf eine florierende Stadtteil- und Kinderbibliothek im prosperierenden Bötzow-Viertel. Und in dem Lesetempel in der Esmarchstr. fand der Name Tucholsky eine neue Anziehungs- und Begegnungsstätte, die überdies zu Vor­trägen über Literarisches, Verfilmtes und andere Diskussionswürdigkeiten gera­dezu einlud.

In besonderer Erinnerung sind mir Roland Links` Vorträge über den Berliner Arzt und Autor Alfred Döblin, Jochanan Trilse-Finkelsteins vergleichende Analy­sen über das Wirken und die Befindlichkeiten Heines und Tucholskys in Paris, Diskussionen mit den Schöpfern der Rheinsberg- und Gripsholm-Filme sowie Meinungsaustausche mit den Redaktionen der „Weltbühnen“-Nachfolger „Os­sietzky“ und „Das Blättchen“. Unter ihrer erfahrenen Leiterin Frau Bechtle und der energisch-unermüdlichen Tucholsky-Nachfahrin Brigitte Rothert festigte sich der Standort und machte seinem Namensgeber alle Ehre, und es sei auch nicht vergessen, dass die damaligen Vorstände der Tucholsky-Gesellschaft gern das Gastrecht des Hauses für ihre Beratungen in Anspruch nahmen. Soweit, aber leider nicht so gut.

Die fortschreitenden hauptstädtischen Sparzwänge, die Anfang des neuen Jahr­tausends über die Spreestadt hereinbrachen und offensichtlich vorwiegend auf kulturellem Gebiet ausgetragen werden mussten, fuhren unter der Equipe des Finanzsenator Sarrazin erneut ihre Krallen aus und führten zum Auflösungsbe­schluss der Tucholsky-Bibliothek. Da aber hatten die Behörden die Rechnung ohne den Wirt, in diesem Falle ohne die Leser gemacht.

Die Anwohner verbrüderten sich mit ebenfalls von der Raspel bedrohten Ein­richtungen wie dem „Theater unterm Dach“, der „Wabe“ und deren Betreibern, versicherten sich der Solidarität der Tucholsky-Gesellschaft, protestierten auf der Straße, warnten in der Fragestunde der Bezirksverordnetenversammlung vor der kulturellen Kahlrasur und machten der örtlichen Nähe zum fauchenden „Stierbrunnen“ durch ihr Verhalten alle Ehre. Eine besondere Zuspitzung erleb­te der Kampf gegen die Schließung durch die zeitweilige Besetzung der Biblio­thek durch die bisherigen Nutzer. In diesem Zusammenhang kam es auch zur Gründung des Vereins „Pro Kiez e.V.“, der die Einrichtung notfalls übernehmen wollte. Und das anfangs fast aussichtslose Unterfangen bewirkte, dass das Be­zirksamt der kostenlosen Verwendung der Bibliotheksräume durch ehrenamtli­che Betreuer zustimmte und so die Beräumung der Bestände verhinderte. Zehn Jahre lang überlebte die Tucholsky-Bibliothek als Muster mit hohem Wert und kleinem Geld und zur Freude der Anwohner und ihrer heranwachsenden Kinder sowie zur Selbstbestätigung der Gesinnungsfreunde des aufmüpfigen „Welt­bühnen“-Schreibers Kurt Tucholsky. Sie konnten weiterhin seinen Ratschlägen folgen, ihren belletristischen Interessen nachgehen und seinen Warnungen fol­gen, die Lektüre nicht durch Zeitungsaugen zu betrachten.

Erwähnenswert ist auch, dass die Tradition der Literaturveranstaltungen, Lesun­gen und Begegnungen das als „Durststrecke“ befürchtete Dezennium weiterhin begleitete und der Bibliothek neue Interessenten zuführte. Und in den Veran­staltungen kamen sowohl Zeitgenossen des Mannes mit den diversen Deckna­men als auch Schriftsteller und Persönlichkeiten aus dem Kiez zu Wort.

So gradlinig, wie sich das hier liest oder anhört, ging das Unterfangen allerdings nicht über die Bühne. Widerstand nämlich erhob sich aus der eigenen Sippe, fürchteten doch die noch festangestellten Mitarbeiter anderer Bibliotheken, das Beispiel der Esmarchstraße könne übertragen werden und zum Verlust ihrer Jobs führen. Solidarität ist zwar eine gute Sache, sie ist aber schwierig zu reali­sieren, wenn es ums eigene Eingemachte geht. Bereits am Nachmittag hatte Pro-Kiez-Mitglied Christine Kahlau in ihrer Dokumentation „Die kleine Biblio­thek“ auch darüber berichtet und engagierte Zuhörer und Fragesteller gefun­den.

Dass Danilo Vetter, Fachbereichsleiter der Pankower Bibliotheken, und Klaus Lemmnitz vom Vereinsvorstand in ihren Statements gemeinsam den Erfolg 10-jährigen ehrenamtlichen Engagements, 10-jähriger Solidarität und 10-jähriger Suche nach realisierbaren Lösungen hervorhoben, war eine Genugtuung für alle Beteiligten und stärkte letztlich die Erkenntnis, dass auch in fast aussichts­losen Situationen durch Solidarität und Kontinuität Sinnvolles erreicht werden kann.

Nuancenreiche Ausschnitte aus mehreren Tucholsky-Programmen rundeten den Fest- und Geburtstag nach fünf ereignisreiche Sternstunden ab.

Die Tatsache, dass die Tucholsky-Gesellschaft, repräsentiert durch drei Vor­standsmitglieder, einen Ex-Vorsitzenden und einen Ex-Vizevorsitzenden sowie weitere Vereinsmitglieder an der Veranstaltung teilnahm, soll nicht unerwähnt bleiben – und das nicht nur der Vollständigkeit halber.

Wolfgang Helfritsch

[Berlin] Wir sind ja nicht zum Spaß hier

Vor einem Jahr, am 14.2. 2017, wurde Deniz festgenommen. Jetzt erscheint sein neues Buch: „Wir sind ja nicht zum Spaß hier“. Der Freundeskreis #FreeDeniz lädt zur großen Bookrelease-Gala in den Festsaal Kreuzberg. (ab 19 Uhr). Mit:
Herbert Grönemeyer, Hanna Schygulla, Anne Will, Mark Waschke, Gustav Seibt, Aynur Doğan, Igor Levit, Thees Uhlmann – und ab 22 Uhr legt Andi Thoma von Mouse on Mars auf.
Und: Es ist VALENTINSTAG. Deshalb laden wir vorher zum #FreeDeniz-„KORSO DER HERZEN“. Start und Ziel: Festsaal Kreuzberg (ab 16.30 Uhr) Autos, Bikes, Traktoren, egal, alles was Räder (und/oder Herzchen) hat.
Karten hier: https://www.koka36.de/responsiv/event_site.php?event=95218
Übrigens: #FreeDeniz heißt jetzt #BuyDeniz. Das Buch kann hier vorbestellt werden.

Theater im Palais, Berlin: „Kurt Tucholsky: Affenkäfig Berlin“ mit Frederike Nölting und Nicola Haase

Der Mann kannte sein Berlin. Hier geboren und aufgewachsen wurde Tucholsky zur berühmtesten Stimme der Zwanziger Jahre. Mal spöttisch, mal sentimental, mal bissig beschreibt er den Berliner Alltag. Mit Charme und Witz die Berliner Gesellschaft. Die Lebensumstände oft mit Berliner Schnauze. Seiner Geburtsstadt verdanke er alles, sagte Tucholsky. Wo, wenn nicht hier, liegen die Themen für ihn auf der Straße? Einiges davon ist heute noch erstaunlich aktuell…
http://www.theater-im-palais.de/kurt-tucholsky-affenkaefig-berlin-mit-friederike-noelting